Fotografie: Jean Luc Valentin

Natur in der Schule

Der CMS-Schulgarten hat eine lange Tradition: seit über 15 Jahren pflegen Schülerinnen und Schüler Beete und Grünanlagen auf unserem Schulgelände.
Der bestehende Gartenbereich wurde zum Schuljahr 2011/12 hin umgestaltet. Auf einer quadratischen, eingezäunten Grundfläche werden vier ca. 15 m² große Beete durch ein Wegekreuz unterteilt. Eingerahmt werden sie von Obstbäumen sowie Beerensträuchern und in der Mitte befindet sich ein erhöhtes, durch Natursteine eingefasstes Kräuteroval.

Schülerinnen und Schüler pflegen hier im Rahmen des Wahlpflicht- bzw. Arbeitslehreunterrichts den mehrjährigen Bestand an blühenden Stauden, Beerenobst (Erdbeeren sowie Sträucher mit Johannes-, Stachel- und Himbeeren), Kräutern wie Liebstöckel, Pfefferminze, Melisse oder Lavendel. Ein Teil der Themenbeete wird jedes Jahr neu bestückt mit blühenden Blumen, Gemüse und Getreide. So gehören Anzucht, Pflege und als Belohnung natürlich die Ernte von Früchten, Obst und Gemüse zu den vielfältigen Aufgaben der Schulgartenarbeit.
Die letzte Umgestaltung  des Schulgartens wurde in Kooperation mit Auszubildenden des Grünflächenamtes umgesetzt; eine Fortführung dieser Zusammenarbeit ist geplant. Die Schülerinnen und Schüler können so vom Fachwissen der Auszubildenden profitieren und erhalten gleichzeitig einen Einblick in den vielseitigen Beruf des Gärtners/ der Gärtnerin und den zugehörigen Ausbildungsgang.

Bei der Arbeit im Schulgarten können viele alltägliche, scheinbar bekannte Dinge bewusst gemacht oder neu entdeckt werden, die Kinder und Jugendliche im städtischen Ballungsraum manchmal richtig Staunen lässt:  Wo kommen unsere Nahrungsmittel wie Sonnenblumenkerne, Erdbeeren, Apfelsaft oder Teekräuter eigentlich her?
Letztlich können die Auswirkungen des eigenen Handelns innerhalb eines Biotops und über längere Zeiträume hinweg einen ganz neuen Blick eröffnen auf den eigenen Anteil an einer intakten Umwelt und deren Einfluss auf unseren Alltag. Natürlich steht das „Grüne Klassenzimmer“ auf dem Schulhof der ganzen CMS zur Verfügung und kann so z.B. auch Teil des naturwissenschaftlichen Unterrichts oder fächerübergreifender Projekte sein.

Und im Winter? Da wird geplant, gebastelt oder gebaut (z.B. Säckchen mit duftendem Lavendel, Grußkarten mit gepressten Pflanzen, Gartenmodelle, Naturkosmetik, Insektennisthilfen) und natürlich auch viel Neues gelernt über verschiedenste Gartenbewohner und ihre Ansprüche (Keimversuche, Frühblüher, Kartoffelprojekt, Nützlinge…).

Mit der Streuobstwiese am Rande von Preungesheim wird dieser vielfältige Naturerfahrungsraum seit 2010 ergänzt um einen außerschulischen Lernort, der jederzeit von Lerngruppen in den Unterricht oder die Projektarbeit eingebunden werden kann  – sei es um anstehende Pflegemaßnahmen durchzuführen, die Pflanzen im Wechsel der Jahreszeiten zu erleben, Früchte zu ernten und zu verarbeiten oder als Ort, um Feste zu feiern, sich im Freien zu bewegen und dabei wichtige soziale Erfahrungen als Teil einer Gruppe bzw. eines Klassenteams zu machen.
Im Schuljahr 2012/13 wird dort eine mobile Slackline-Halterung installiert, die erlebnispädagogische Angebote für alle Klassen der CMS im Rahmen des Sozialen Lernens ermöglichen soll.

Beide Naturräume werden so rund ums Jahr zu einem ganzheitlichen Erfahrungsraum für den Umgang mit Lebewesen, für elementare Sinneserfahrungen, ästhetische Gestaltung und auch Berufsorientierung; sie dienen dem Üben von Teamarbeit und Kommunikation untereinander sowie natürlich der Achtung gegenüber der Natur.

Seit über 15 Jahren nimmt die CMS übrigens regelmäßig am jährlichen Wettbewerb „1822 – Schule und Natur“ der Frankfurter Sparkasse teil und konnte dort schon gute Erfolge in Form von drei dritten, einem zweiten und zuletzt im Schuljahr 2015/16 einem dritten Platz erzielen!

Lust bekommen, mitzumachen? Wir freuen uns immer über engagierte Mitarbeit von SchülerInnen, Eltern und anderen UnterstützerInnen!

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